DIE FRAKTION DER GRÜNEN IN PFUNGSTADT
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SHARK CITY möchte in Pfungstadt 
Europas größtes Hai-Aquarium bauen

 

Hauptausschuss für Wirtschaft und Finanzen der Stadt Pfungstadt gibt Betreibern von SHARK CITY einstimmig grünes Licht zum Kauf eines Grundstücks im Gewerbegebiet / Mit SHARK CITY soll größtes Hai-Aquarium Europas entstehen / Ziel des didaktischen Konzepts in Zusammenarbeit mit Haiforscher Dr. Erich Ritter ist die Sensibilisierung für die bedrohte und gejagte Tierart und die möglichst nachhaltige Faszination für die Meerestiere mitten in Europa

 

SHARK CITY, Europas größtes Hai-Aquarium, kommt voraussichtlich nach Pfungstadt. Der Hauptausschuss für Wirtschaft und Finanzen hat dem Verkauf des rund 21.000 qm großen Grundstücks in einer öffentlichen Sitzung am 13. Juni einstimmig zugestimmt. Damit ist der erste Meilenstein zum Bau von SHARK CITY in Pfungstadt gesetzt. Die fachkundigen Geschäftsführer der The Seven Seas Aquarium Betriebs GmbH, Thomas Walter und Thiemo Walt, werden die weiter notwendigen Anträge bereits kurzfristig einreichen. SHARK CITY soll im Gewerbegebiet in Pfungstadt entstehen und – soweit möglich – Ende 2018 eröffnen.

 

SHARK CITY ist ein mit einem didaktischen Konzept geplantes Haus für Freunde von Meerestieren, das sich vor allem für den Schutz von Haien einsetzt. Ziel ist es, Haie als bedrohte Tierart möglichst vielen Menschen näherzubringen und die Faszination zu wecken. „Das Abschlachten von Haien muss sofort aufhören. Zudem möchten wir mitten in Europa, dort, wo wir gezielt die Familien, Kinder und potenziellen Touristen von heute und morgen erreichen, die Angst vor diesen faszinierenden Tieren nehmen“, betont Dr. Erich Ritter, international renommierter Hai-Forscher und Schirmherr von SHARK CITY. Dieses Ziel sei nicht mit virtuellen Darstellungen und Filmen zu erreichen. Für Dr. Ritter ist SHARK CITY daher eine einzigartige Gelegenheit und Chance, ein modernes, zukunftsfähiges Zentrum zu bauen, das vielfältige didaktische Möglichkeiten bietet. Das Gesamtvolumen der Becken wird bei über 14 Millionen Litern liegen. Für das größte Becken – 38 m breit, 24 m tief und 12 m hoch – mit dem größten Wasservolumen in Europa sind allein 10,5 Millionen Liter vorgesehen. Alle Becken bieten Schutzzonen, Rückzugsmöglichkeiten und freie Zonen. Den bis zu 36 Haiarten und weiteren Fischen werden unter anderem durch modernste Technik, frisches Futter und ein versiertes Team die bestmöglichen Voraussetzungen für die professionelle Haltung und Pflege der Tiere geboten. Ausgebildete Tierpfleger, Biologen und geschultes Personal, das auch als Besucherbetreuung dient, werden aufpassen, dass es den Tieren gut geht. „Selbstverständlich ist die Präsenz der Haie in SHARK CITY trotz aller Anstrengungen immer ein Kompromiss im Vergleich zur Natur. Doch es muss jetzt gehandelt werden, daher hat jeder der nach bestem Wissen, neuestem Forschungsstand und mit modernster Technik gepflegten Haie in SHARK CITY eine Stimme für Millionen Tiere in den Weltmeeren. Damit kann ich sehr gut leben“, betont Dr. Ritter mit Blick auf Kritiker, die Zoos und Aquarien generell ablehnen und auf virtuelle Darstellungen verweisen. „Für die oft als blutrünstige Killer völlig falsch positionierten Haie muss etwas getan werden“, ergänzt Geschäftsführer Thomas Walter: „Ohne das nachhaltige, leidenschaftliche Live-Erlebnis, für das man beispielsweise nicht auf die Bahamas fliegen muss, können wir, so ist unsere Auffassung, keine nachhaltige Wirkung erzielen. Dabei liegt es auf der Hand, dass die von uns akribisch ausgesuchten Tiere den bestmöglichen Schutz verdienen und nicht aus Lust an der reinen Sensation für eine Art Zirkus instrumentalisiert werden.“ In SHARK CITY werden somit keine für die Haltung in Aquarien ungeeigneten Haie gezeigt. Dazu gehören der Weiße Hai, Weißspitzen-Hochseehai, Blauhai und Walhai sowie Tigerhaie. Der Zoologische Leiter von SHARK CITY, Alexander Dressel, Dr. Ritter und weitere Wissenschaftler sorgen für die fachkundige Betreuung – was die Auswahl, den Transport, den Schutz und die Pflege der Tiere angeht. SHARK CITY wird – verpflichtend für alle zoologische Einrichtungen – an Nachzuchtprogrammen teilnehmen, um unter anderem sogenannte Wildfänge weiter zu reduzieren. Der wesentliche Teil des Besatzes besteht aus Zuchterfolgen anderer zoologischer Einrichtungen. SHARK CITY wird in enger Zusammenarbeit mit dem Veterinär- und Artenschutzamt eine veterinärrechtlich geprüfte Referenzeinrichtung – mit Tieren aus dem professionellen Großhandel, aus zu kleinen Habitaten anderer Einrichtungen, aus internationalen Tauschprogrammen zoologischer Einrichtungen und internationalen Nachzucht-Programmen zoologischer Einrichtungen.

 

Selbstverständlich hat das Unternehmen auch wirtschaftliche Ziele. „Bei einer geplanten Investition von über 20 Millionen Euro und Folgekosten gibt es natürlich keine Alternative, auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Wir sehen das auch nicht als Gegensatz zu unserer Absicht, für die Haie und Meerestiere eine Lobby zu bilden. Der wirtschaftliche Erfolg bedingt vielmehr die Möglichkeit, dabei zu helfen, vor allem die kommenden Generationen mit einem didaktischen Konzept über Haie, deren Erhalt und Bedeutung für den Naturkreislauf aufzuklären. Das darf und muss auch durchaus unterhaltsam sein – allerdings eben nicht auf Kosten der Tiere“, so Geschäftsführer Thomas Walter. SHARK CITY rechnet mit rund 550.000 Besuchern im Jahr. In dem zweistöckig geplanten, architektonisch attraktiven Gebäude wird für die höchste Sicherheit in puncto Umweltschutz in Bereichen wie Schutz vor Salzwasser, sichere Verglasung, Energieeffizienz etc. gesorgt. Walter: „Alle diesbezüglichen Auflagen werden von uns erfüllt.“ Da die Besuche sich während der Öffnungszeiten über den ganzen Tag verteilen, ist auch die sicher vorhandene zusätzliche Belastung für den Verkehr überschaubar. Die Verkehrsführung der ca. 450 Fahrzeuge pro Tag zum Grundstück soll über die B426 erfolgen, LKW liefern lediglich ein bis zwei Mal pro Werktag an. Der Nachschub ist wichtig: Ausreichende Besucherzahlen garantieren neben den Hai-lights auch ein Film- und Dokumentationszentrum, wechselnde Sonderausstellungen, eine SHARK CITY SCHOOL in Zusammenarbeit mit Dr. Erich Ritter und eine Erlebnis-Gastronomie. Dabei werden bis zu 60 neue Arbeitsplätze geschaffen, zudem kann Pfungstadt mit mindestens einer halben Million Euro Gewerbesteuer im Jahr rechnen. „Pfungstadt ist optimal für SHARK CITY und SHARK CITY ist im Gegenzug optimal für Pfungstadt. Die Infrastruktur und die zentrale Lage in der Metropolregion Rhein-Main und Rhein-Neckar mit kurzen Wegen von Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg aus und die florierende Region gewährleisten beste Erfolgsaussichten, von denen alle profitieren.“

Vor dem nun möglichen Kauf eines Grundstücks in Pfungstadt war der Bau von SHARK CITY in Sinsheim vorgesehen. Thomas Walter: „Sinsheim war einer von mehreren ausgewählten Standorten, zu denen auch Pfungstadt gehört. In Sinsheim, schlicht und einfach die erste Station unserer damals geplanten Reise, wurden wir sofort herzlich Empfangen und haben folglich dort zunächst die Zukunft von SHARK CITY gesehen. Die weitere Verzögerung hinsichtlich einer Baugenehmigung ist für uns jedoch keine Option, sodass weitere A-Standorte erneut in Frage gekommen sind. Einer aktuellen Machbarkeitsstudie zufolge bietet Pfungstadt sogar noch mehr Potenzial, sodass wir uns sehr über den einstimmigen Beschluss des Hauptausschusses zum Verkauf des Grundstücks, das sehr herzliche Willkommen und das Interesse freuen. Wir möchten SHARK CITY daher sehr gerne schnellstmöglich in Pfungstadt dauerhaft als das Hai-Ozenarium in Europa etablieren.“