DIE FRAKTION DER GRÜNEN IN PFUNGSTADT
Heute für Morgen Verantwortung übernehmen.

Offener Brief SHARK CITY.


Stirbt der Hai, stirbt die Natur. 
Stirbt die Natur, stirbt der Mensch


Mit dieser Aussage kämpft der renommierte Haiforscher und Schirmherr von SHARK CITY, Dr. Erich Ritter, seit Jahrzehnten für eine Lobby, die nicht nur bedauernd den Kopf schüttelt, sondern aktiv für den Hai eintritt. Aktuell werden 100 Million Haie getötet – im Jahr! Das sind 190 – pro Minute. Statt gemeinsam das große Ziel zu verfolgen, dies Schritt für Schritt zu verhindern und von Europa aus ein Umdenken vor allem in Asien zu erwirken, setzen sich Kritiker von SHARK CITY lieber mit Leidenschaft dafür ein, rund 150 streng ausgesuchte Haie in unserem Ozenarium zu verhindern. Tiere, die von Profis bestmöglich untergebracht und gepflegt werden und mit deren Hilfe das gesamte Thema Hai einen weiteren großen, positiven Schub bekommt. Die Arbeit vieler SHARK CITY-Kritiker macht daher keinen Sinn.
Dabei ist absehbar und Fakt, dass viele Haiarten aussterben. Das zu verhindern oder zumindest die Zahl zu verringern, ist unser großes Ziel zusammen mit Dr. Ritter. Im Sinne der Haie und der Menschen. Es muss gehandelt werden, und zwar jetzt!

Unser Beitrag und unser Weg ist SHARK CITY. Ein einzigartiges Ozenarium mit aus der langjährigen Erfahrung heraus für Großaquarien geeigneten Haien, die größtenteils aus Nachzuchten und Übernahmen stammen. Beim Reizthema Wildfang geht es derzeit um die Planzahl von bis zu 23 Haien.
Wir machen auch daraus keinen Hehl: Selbstverständlich ist SHARK CITY auch trotz der bei uns vorhandenen größten Becken immer ein Kompromiss im Vergleich zur Natur. Doch jeder dieser Haie in SHARK CITY hat eine wichtige Stimme für Millionen gejagter Tiere in den Weltmeeren. In SHARK CITY sollen über 500.000 Besucher im Jahr umfassend, fundiert und dennoch unterhaltsam informiert werden. Die Besucher lernen und erleben ganz persönlich, dass das Image des Menschenkillers falsch ist und die Vernichtung von Haien fatale Folgen hat. Warum mitten in Europa und nicht dort, wo das Unrecht geschieht? Weil wir hier in Deutschland und dann von Europa aus zusammen mit anderen Tierschützern, Universitäten, Wissenschaftlern, Organisationen und Haifreunden eine reelle Chance haben, etwas zu bewegen und gehört zu werden. Doch dazu müssen wir die Tiere dorthin bringen, wo viele Menschen die Chance haben, sie zu besuchen. In SHARK CITY, in Pfungstadt. Denn die Wirkung, Haie mit eigenen Augen zu sehen, ist und bleibt einzigartig nachhaltig und kann unserer Auffassung nach durch nichts ersetzt werden. Auch nicht durch virtuelle Lösungen im Zeitalter der Digitalisierung.

Falsche Aussagen, Zusammenhänge und leider wenig Fachkompetenz
Wenn es um Tiere geht, muss kontrolliert werden, dass es ihnen gut geht. Das ist wichtig. Doch so mancher Kritiker möchte, dass es keine Zoos und Aquarien mehr gibt, und bezeichnen unter Verwendung von zum Teil unsachgemäßen Behauptungen, schwer zu ertragenden persönlichen Anfeindungen und Fehleinschätzungen unseren Ansatz für vorgeschoben. Wir respektieren die Meinung von Menschen, die anders denken. Wenn jedoch vor allem einige Organisationen mit einer für das Thema Hai fatalen Öffentlichkeitsarbeit – bewusst oder aus Unkenntnis – falsche Zusammenhänge wählen, kaum differenzieren und ungeprüfte Behauptungen als Tatsachen darstellen, muss die Fachkenntnis zum Teil leider in Zweifel gezogen werden. Hinzu kommt, dass ausgerechnet die hier lautesten Organisationen selbst versucht haben, sich an Hai-Aquarien erheblich wirtschaftlich zu beteiligen, ihre Spendenwerbung aktiv in Zoos stattfindet und es ein Protokoll gibt, das eine weitgehende Einigkeit mit der Arbeit von SHARK CITY dokumentiert etc. Es ist müßig, sich gegenseitig zu diskreditieren, die fortgesetzte Meinungsmache lässt uns jedoch keine Wahl. Wir haben zusammen mit Dr. Ritter die Vorwürfe in einem Richtig/Falsch-Papier zusammengestellt, das diesem Schreiben beiliegt. Wir hoffen, dass damit bei allen eine Einsicht einkehrt und wir möglichst gemeinsam uns dem Thema zuwenden, um das es geht: den Haien. Unsere Türen für eine Zusammenarbeit – gerne unter kritischen Vorzeichen – sind immer offen!

Die Welt ist eben nicht schwarz-weiß. Mit Unterstellungen bringen wir alle das Thema Haischutz nicht weiter voran. SHARK CITY ist daher sicher kein von Geldhaien geplantes Hai-Gefängnis, ebenso geht es bei der Kritik nicht immer wirklich um den Hai. Dass das Grundstück, auf dem SHARK CITY entstehen soll, weder geeignet für ein Schwimmbad noch für ein Fußballstadion ist und SHARK CITY zudem nicht von der Stadt finanziert wird, ist ebenso eine Tatsache, wie der Umstand, dass mit dem Ozenarium auch Geld verdient werden muss, um ein Konzept mit dieser Strahlkraft und Ausrichtung für den Hai aufbauen zu können.
Es ist immer leichter, gegen etwas zu sein, als selbst etwas aufzubauen. Und so würden wir uns wünschen, dass die gleiche Leidenschaft, die wir in den vergangenen Tagen und Wochen in Bezug auf SHARK CITY erleben, aktiv zum Schutz für die jährlich 100 Millionen getöteten Haie eingesetzt wird.

Bitte verstehen Sie uns nicht falsch. SHARK CITY ist nicht das Maß aller Dinge, aber eben doch eine große Chance. Auch die Maßnahmen vieler Haifreunde, die sich wirklich aktiv für den Hai einsetzen, sind ehrenwert und verdienen vollsten Respekt. Sie haben aber offen-sichtlich noch nicht ausgereicht. Daher brauchen die für Natur und Mensch unverzichtbaren Meerestiere zusätzlich ein Zentrum in unserem einflussreichen Land, das für viele erreichbar ist, vor allem Kinder und Jugendliche sensibilisiert und den Haischutz von hier aus national, europaweit und international weiter anschiebt und unterstützt.

Für den Bau des Ozenariums werden natürlich alle gesetzlichen Auflagen erfüllt, deren Einhaltung permanent überprüft und modernste Techniken eingesetzt. Auch für ein gut verträgliches Verkehrskonzept und ausreichend Parkplätze mit Möglichkeiten zu alternativen Stellplätzen im Gewerbegebiet an Wochenenden wird gesorgt sein. Zudem profitieren neben den Haien auch die Bürger und Unternehmer in Pfungstadt sowie die Stadt und die Region von der weiteren Belebung des Gewerbegebiets.

 

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung.